Stimmen der Wachheit
Diese beiden bestickten Tücher sind im täglichen Dialog entstanden. Sie tragen Worte von zwei iranischen Frauen, mit denen ich verbunden bin. Beide Arbeiten sind in rotem Faden auf Leinen gestickt – langsam, Stich für Stich. Die Handarbeit ist bewusst gewählt: als Zeichen von Aufmerksamkeit, Beharrlichkeit und Verbundenheit. Solange wir einander sehen, bleibt niemand vergessen.
Das erste Tuch zitiert Narges Mohammadi, die zurzeit im Gefängnis ist. Ihre Worte sprechen von Würde, Hoffnung und der Unmöglichkeit, den inneren Freiheitsraum eines Menschen einzusperren.

Das zweite Tuch entstand im Austausch mit Shadi. Wir schreiben uns fast täglich. Ihre Worte handeln von Wachheit, von innerem Widerstand und von Hoffnung, die trotz Verletzung lebendig bleibt.
